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Im Frühjahr 2008 gründete sich auf Grund der Initiative des Paritätischen Wohlfahrtsverbands das Stadtnetzwerk aus ca. 10 Einrichtungen, die auf dem Gebiet Persönliches Budget beratend und unterstützend tätig sind.
Diese Einrichtungen begleiten Menschen mit Behinderung oder seelischer Erkrankung auf dem Weg zum und mit dem Persönlichen Budget.
Das Stadtnetzwerk setzte sich folgende Ziele:
Die Einrichtungen des Netzwerkes beraten unabhängig und orientieren sich an den Wünschen und dem Bedarf des Menschen mit Behinderung.
Trotz des bestehenden Rechtsanspruchs auf diese Geldleistung, ist der Weg zur Erlangung eines solchen Budgets lang und steinig.
Um diesen Weg zu ebnen und die Einrichtungen bei den mühseligen Beantragungen zu unterstützen, gibt es seit Januar 2010 die Koordinierungsstelle Stadtnetzwerk Persönliches Budget.
Sie ist angegliedert an den Mobilen Behindertendienst Leipzig e. V. und wird durch den Freistaat Sachsen gefördert.
Alle sechs Wochen wird von der Koordinierungsstelle der Arbeitskreis Budgetnehmer organisiert und in Zusammenarbeit mit dem Stadtnetzwerk durchgeführt. Zu diesen Veranstaltungen laden wir Menschen ein, die bereits über ein Persönliches Budget verfügen oder ein solches erst beantragt haben bzw. beantragen wollen.
Ann-Kristin Czechmann
Koordinatorin Stadtnetzwerk
Koordinierungsstelle Stadtnetzwerk:
Tel.: 0341-609 10 17
E-Mail: a.k.czechmann@mobiler-behindertendienst.de
Weitere Informationen:
Homepage des Sächsischen Kompetenzzentrums Persönliches Budget
Das Persönliche Budget steht im Gesetz - die 6 Schritte zum Persönlichen Budget
1. Was ist das Persönliche Budget...
Es ist kein neues Geld, es ist auch nicht mehr Geld als vorher, es ist Geld, das Menschen mit Behinderung zusteht für Unterstützung, Beratung, Begleitung und mehr
Sich informieren und beraten lassen
Was würden Sie verändern? Sind Sie mit Ihrer Freizeitgestaltung oder Wohnsituation zufrieden?
2. Überlegen Sie, welche Hilfen Sie brauchen (Hilfebedarfsermittlung)
3. Sie schreiben einen Antrag. Diesen an den Kostenträger schicken.
Lassen Sie sich helfen, z.B. über das Stadtnetzwerk Persönliches Budget.
4. Sie gehen zur Budget-Konferenz.
Hier wird über den Antrag beraten. Sie sind dabei, der Kostenträger und Ihre Vertrauensperson.
5. Ziel-Vereinbarung
Sie schreiben in einen Vertrag mit dem Kostenträger, welche Hilfen und wie lange Sie diese brauchen.
6. Sie bekommen den Bescheid.
Nun können Sie mit Hilfe des Persönlichen Budgets in ein neues selbstbestimmtes Leben starten.
Quelle: Auszüge aus "Projekt Persönliches Budget", Diakonie Sachsen
Persönliches Budget – Weg zur Inklusion
Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gab es bisher in Form von Sachleistungen. Seit dem 01.01.2008 besteht jetzt auch ein Rechtsanspruch auf eine Geldleistung, das so genannte „Persönliche Budget“.
Anspruch auf das Persönliche Budget haben Menschen mit Behinderung, seelischer Erkrankung oder von Behinderung bedrohte Menschen, unabhängig vom Alter des Leistungsberechtigten, der Schwere, Ursache und Art der Behinderung.
Das Persönliche Budget ist eine andere Form der Leistungserbringung. Besteht ein Anspruch auf budgetfähige Leistungen, so können die Leistungsberechtigten das Persönliche Budget beantragen und erhalten, statt der bisherigen Sach- oder Dienstleistung, den Geldbetrag.
Es ist nicht mehr Geld und auch kein zusätzliches Geld, aber es ermöglicht mehr Selbstbestimmung und mehr Eigenverantwortung. Der Budgetnehmer wird vom Hilfeempfänger zum Kunden und kann sich bei Einrichtungen oder privaten Anbietern, die er sich selbst aussuchen kann, seine Leistungen einkaufen.
Beim so genannten trägerübergreifenden Persönlichen Budget kann er den Geldbetrag von einem Kostenträger erhalten, auch wenn mehrere Kostenträger beteiligt sind.
Die Entscheidungsfreiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung durch das Persönliche Budget ermöglichen dem Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und somit einen Weg zur Inklusion.
So kann jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit in der Gesellschaft gleichwertig seinen Platz finden und das von Anfang an.
Ann-Kristin Czechmann
Koordinatorin Stadtnetzwerk